Rudolf Mauersberger: CHRISTVESPER

DRESDNER WEIHNACHTEN
In einem festlichen Weihnachtskonzert erklang am 16. Dezember in Sankt Nikolai die berühmte „Christvesper“ in der erzgebirgischen Weihnachtstradition …

Der Dresdner Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889-1971) begann schon 1926 mit der Komposition seiner „Christvesper“. Der 2. Weltkrieg, die Zerstörung Dresdens, die verbrannte Musikbibliothek des Kreuzchores (in der schon Heinrich Schütz gewirkt hatte) und der Tod einiger Chorsänger zwangen ihn zu einem Neubeginn.

Die schließlich erst 1963 in ihre endgültige Form gebrachte Christvesper ist hierzulande so gut wie unbekannt, gelangt aber regelmäßig an Heiligabend in der Dresdner Kreuzkirche, wo Rudolf Mauersberger mehr als 30 Jahre als Kantor wirkte, zur Aufführung. Faszinierend ist neben der Vielschichtigkeit des Werks der oft verblüffende Wechsel zwischen den verschiedenen musikalischen Akteuren, die im ganzen Kirchenraum platziert sind. Es gewinnt besondere Farbe durch das Einbeziehen altmeisterlicher, allseits bekannter Chorsätze, die Mauersberger festlich instrumentierte. Zu ihnen gesellt sich manchmal ein inniger, bisweilen volksliedhaft-lyrischer Tonfall – und auch die Gemeinde kann passagenweise nach Herzenslust mitsingen.

Am 16. Dezember brachten der Sankt Nikolai Chor Flensburg, der Sankt Nicolai Chor Eckernförde, die Jugendchöre beider Kirchen unter der Leitung von KMD Katja Kanowski (Eck), Tenor Pelle Hansen, Domorganist Kristian Lumholdt (Haderslev, DK), das Kieler Blechbläserensemble und ein groß besetztes Holzbläserensemble mit zusätzlichen Streichern unter der musikalischen Gesamtleitung von KMD Michael Mages die Christvesper erstmals in Flensburg zur Aufführung.

Lesen Sie hier die Kritik aus dem Flensburger Tageblatt vom 18. Dezember 2018 …

Und hier finden Sie ein paar Impressionen dieses stimmungsvollen Nachmittags in Sankt Nikolai ….